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Schall und Lärm A - Z
A-Bewertung
Das menschliche Ohr nimmt nicht alle Töne gleichermaßen empfindlich wahr. Tiefe und sehr hohe Töne werden weniger laut wahrgenommen als Töne aus dem mittleren Frequenzbereich. Diese Tatsache findet in der Geräuschmessung Berücksichtigung durch normierte Korrekturen an den reinen Messwerten. Der Geräuschpegel (A-bewerteter Schallpegel) wird in dB(A) angegeben. Die im Schall enthaltenen Frequenzen werden innerhalb der A-Kurve unterschiedlich gewichtet.

Amplitude
Differenz zwischen Maximum und Minimum einer Wechselgröße, z.B. einer Schwingung oder Druckänderung. Auch Scheitelwert.

Abklingzeit
Die Zeit, in der die Amplitude einer Schwingung auf 1/e des Anfangwertes absinkt.

Absorber
Absorber sind Materialien, die Schall absorbieren, d.h. schlucken. Poröse Absorber wie Mineralfasern, offenzellige Schäume oder Akustikdecken absorbieren eher in den höheren Frequenzbereichen. Resonanzabsorber, z.B. Folien oder Platten, finden überwiegend in den niedrigen Frequenzbereichen Verwendung.

Absorption
Dämpfung von Lärm erfolgt über Absorption: Ein Teil der Bewegungsenergie der Schallschwingungen wird durch irreversible Vorgänge in Wärme umgewandelt und geht somit „verloren“. Das Wirkprinzip der klassischen Materialien lässt sich folgendermaßen erklären: Die auf die Oberfläche des Absorbermaterials auftreffende Schallwelle breitet sich in die Poren des Materials aus und versetzt dabei die Luftmoleküle in den Poren in Schwingung. Der Aufprall der schwingenden Luftmoleküle auf die festen Oberflächen der Poren verursacht Reibungsverluste an Schallenergie, indem akustische Energie in Wärme umgewandelt wird.

Absorptionsgrad
Der Absorptionsgrad eines Schallschluckmaterials gibt das Verhältnis von absorbiertem Schallanteil zu insgesamt auftreffendem Schallanteil an.

Akustik
Die Akustische Wissenschaft beschäftigt sich mit Schall und mechanischen Schwingungen. Sie untersucht Erzeugung, Ausbreitung, Umwandlung und Wirkungen von Schall. Zur grundlegenden physikalischen Akustik kommen viele verschiedene Fachrichtungen wir die physiologische, die psychologische, die technische, die medizinische und die musikalische Akustik.

Akustikplatten
Schallschluckplatten aus verschiedenen schallschluckenden Materialien wie Mineralfasern, Holzspänen oder Schaumstoffen. Zur Schallschluckwirkung kommt oft auch noch eine schalldämmende Wirkung (siehe Schalldämpfung und Schalldämmung).

Anstieggeschwindigkeit
Der Schallpegel eines Geräusches ist i.a. zeitlich variabel. Die Anstiegsgeschwindigkeit (meist dB pro Sekunde) gibt an, in welcher Geschwindigkeit der Schallpegel zunimmt. Geräusche mit hohen Anstieggeschwindigkeiten werden oft als besonders störend empfunden.

Äquivalenzparameter
Bei zeitlich wechselnden Schallpegeln eines Geräusches wird ein Mittelungspegel berechnet. Der Äquivalenzparameter q gibt nun an, um welchen Wert der Mittelungspegel eines gleich laut/lästig empfundenen Schallereignisses höher bzw. niedriger liegen muss, wenn sich die Einwirkzeit halbiert bzw. verdoppelt.

Ausbreitung
Von der Schallquelle aus breitet sich der Schall mit Schallgeschwindigkeit aus. Je nach Größe und Ausrichtung der Schallquelle / des Schallstrahlers und abhängig von den Umgebungsbedingungen (freies oder diffuses Schallfeld; im Freien oder in abgeschlossenen Räumen) nimmt der Schallpegel mit wachsender Entfernung von der Schallquelle mehr oder weniger stark ab. Durch Raumschall / Nachhall kann sich der Geräuschpegel in geschlossenen Räumen, wie z.B. Fabrikhallen, verstärken.

Bandbreite
Die Bandbreite bezeichnet den Frequenzumfang einer Schallquelle oder den Durchlassbereich eines elektrischen Schallfilters.

Bauakustik
Dieses Teilgebiet der Akustik befasst sich mit der Vermeidung und Verminderung von Lärm in Gebäuden durch Dämmung und/oder Dämpfung von Luft- und Körperschall.

Beugung
Durch Hindernisse oder Inhomogenitäten des Mediums ändern die Schallwellen ihre Richtung. Wenn die Wellenlänge gleich oder größer ist als die Hindernisabmessungen. Der Schall wird gestreut und gelangt somit auch in den „Schallschatten“ hinter dem betreffenden Hindernis.

Bewertung
Je nach Frequenz, Intensität und Dauer werden Schallereignisse vom Menschen unterschiedlich empfunden. Um diesen Unterschieden Rechnung zu tragen, werden die reinen akustischen Messwerte durch in Normen festgelegte Korrekturen „bewertet“. Siehe auch A-Bewertung.

Biegewellen
Körperschallwellen auf Platten oder Stäben. Die Schwingung erfolgt in der Regel senkrecht zur Plattenebene bzw. Stablängsachse und kann Luftschallwellen hervorrufen, so dass es zur Abstrahlung von Schall kommt. Umgekehrt kann Luftschall auch Biegewellen anregen.

Breitbandrauschen
Ein Geräusch, das aus relativ gleichmäßig verteilten Schallanteilen aus einem großen Frequenzbereich besteht, in dem jedoch kein Einzelton zu unterscheiden ist.

Bundesimmissionsschutzgesetz BImSchG
Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen oder Geräusche, Schwingungen, Erschütterungen und Ähnliches. Das Gesetz legt Immissionsgrenzwerte fest. Der Geltungsbereich des Bundesimmissionsschutzgesetzes umfasst auch die TA-Lärm (siehe dort)

Dämmschicht
Einlage eines Schalldämmstoffes zur Körperschalldämmung

Dämmstoff
Ein Material zur Körperschalldämmung (siehe dort), nicht zur Luftschalldämmung. Einige Materialien, insbesondere solche faseriger Art, eignen sich aber durch ihre Schallschluckwirkung zur zusätzlichen Luftschalldämpfung.

Dämmung
Bei der Dämmung wird anders als bei der Dämpfung der Schall nicht (teilweise) in andere Energieformen umgewandelt, sondern nur durch Reflexionen in andere Richtungen umgelenkt, und so die Schallintensität in der Ausbreitungsrichtung vermindert.

Dämpfung
Die Absorption von Schall und Schwingungen durch Umwandlung in andere Energieformen. Es ist zu unterscheiden zwischen Luftschalldämpfung und Körperschalldämpfung.

DAL
Deutscher Arbeitsring für Lärmbekämpfung e.V.

Dezibel
Ein Dezibel ist 0,1 Bel. Einheit für ein im Zehner-Logarithmus ermitteltes Verhältnis physikalischer Größen. Solche Größenverhältnisse werden als Pegel oder Maße bezeichnet. In Dezibel werden z.B. Luftschallpegel, Körperschallpegel, Schallleistungspegel und das Schalldämmmaß dargestellt.

Diffusschall
In Räumen wird Schall von Wänden, Böden und anderen Begrenzungsflächen oder Hindernissen reflektiert und dadurch ein diffuser Schall im Raum erzeugt, der stark die Hörsamkeit im Raum beeinflusst.

Direktschall
Schall, der direkt von der Schallquelle, ohne Reflexion oder Streuung an einem Hindernis, beim Empfänger eintrifft.

Dissipation
Umwandlung einer Energieform, hier Schallenergie, in Wärme.

Effektivwert
Der Effektivwert E einer Schwinggröße wie Ausschlag- oder Schallschnelle ist deren quadratischer (energetischer) Mittelwert. Der Effektivwert kennzeichnet den Energiegehalt des Schallsignals. Auch RMS (Root Mean Square).

Eigenfrequenz
Jedes schwingungsfähige System (Zusammenspiel von Masse und Federung(en)) hat eine Eigenfrequenz. Je geringer die Dämpfung des Schwingungssystems ist, desto stärker kommt die Eigenfrequenz zum Tragen, wenn eine mit der Eigenfrequenz übereinstimmende anregende Frequenz das System zum Schwingen bringt.

Einzelton
Strahlt eine Lärmquelle ein Geräusch ab, in dem ein oder mehrere Einzeltöne deutlich hervortreten, wird das Geräusch als belastender erfahren, als Messwerte wie z.B. Schallpegel indizieren.

Elastomer
Gummielastisches Polymer, eine Verbindung von Makromolekülen, z.B. Polyurethan oder Polyethylen, die auch zu Schäumen verarbeitet und zur Lärmbekämpfung eingesetzt werden können.

Energie-äquivalenter Dauerschallpegel
Beim Prinzip der Energieäquivalenz geht man davon aus, dass die mittlere Schallenergie eines diskontinuierlichen Geräuschs in einem Zeitraums T die gleiche Wirkung hat wie die eines kontinuierlichen Geräuschs gleicher Energie. Dabei wird angenommen, dass ein Dauerschallpegel X, der ein Geräusch mit der Dauer D beschreibt, gleichwertig einem Geräusch ist, das nur die halbe Dauer (D/2) hat, dafür aber einen 3 dB (=10 * log 2) höheren Schallpegel aufweist.
Gibt bei wechselnden Schallpegeln diejenige Pegelerhöhung an, die bei einer Halbierung der Einwirkzeit als gleich laut/störend (Höräquivalenz) bzw. gleich gehörschädigend empfunden wird. Der Mittelungspegel äquivalenter Dauerschallpegel kann so für alle Einwirkzeiten ermittelt werden. Er stellt den zeitlichen Mittelwert für die Gesamtheit der einwirkenden Schallenergie dar.

Ermüdung
Schall oder Schwingungen stellen eine dynamische Belastung dar, die bei vielen Werkstoffen Materialermüdung bewirken kann, vor allem wenn die Eigenfrequenzen des Materials angeregt werden. Durch Körperschalldämpfung, insbesondere im Bereich der Eigenfrequenzen, kann die Ermüdung verringert werden.

Freifeld
Raum um eine Schallquelle mit freier / ungehinderter Ausbreitung des Schalls.

Frequenz
Anzahl der Schallschwingungen (Wellenformwiederholungen) pro Sekunde. Wird in Hertz angegeben. Jede Verdoppelung der Frequenz empfindet das menschliche Gehör als einen äquidistanten Schritt, daher werden Frequenzspektren oft logarithmisch dargestellt, wodurch der Abstand zwischen 100 und 200 Hertz gleich groß ausfällt wie der zwischen 200 und 400 und 400 und 800 Hertz etc.

Frequenzbewertung ---> Bewertung

Frequenzspektrum ---> Schallspektrum

Geräusche
Ein Geräusch setzt sich zusammen aus vielen Tönen unterschiedlicher Frequenz, oft mit einem kleineren oder größeren Anteil von Rauschen.

Geräuschemission
Die Geräuschemission von Maschinen wird durch den Schallleistungspegel angegeben.

Geschlossenzellig
Konventionell geht man davon aus, dass nur offenzellige, poröse oder faserige Materialien sich zur Luftschalldämpfung eignen. Moderne Entwicklungen ermöglichen auch bei bestimmten geschlossenzelligen Schäumen, z.B. soni QUASH auf Polyethylenbasis, hohe Effektivität bei der Lärmbekämpfung durch Absorption. Sie auch Luftschalldämpfung.

Grundgeräusch
Auch „Hintergrundgeräusch“: Als Grundgeräusch wird bei einer Messung dasjenige Geräusch bezeichnet, das von anderen als dem eigentlich zu messenden Schallstrahler herrührt und den niedrigsten Pegel aufweist. Der Ausdruck wird auch zur Bezeichnung des allgemeinen Geräuschhintergrundes in Wohnungen oder Fabrikhallen verwendet.
Ein Hintergrundgeräusch kann dann erwünscht sein, wenn es störende Einzelgeräusche überdeckt.

Halbierungsparameter ---> Äquivalenzparameter

Hall
Als Hall bezeichnet man den Nachklang eines Schalls nach Beendigung der Schallerregung, z.B. bei Musikinstrumenten oder in geschlossenen Räumen. Die Nachhallzeit kann je nach Umgebung unterschiedlich lang sein.

Hallraum
Ein Hallraum ist ein Schallmessraum, dessen Wand-, Decken- und Bodenflächen den Schall möglichst gut reflektieren, wodurch die Nachhallzeit verlängert wird. In solchen Räumen wird der Schallleistungspegel einer Schallquelle oder der Absorptionsgrad eines Materials gemessen.

Harmonische
Frequenz, die ein ganzzahliges Vielfaches der Grundfrequenz darstellt.

Hertz
Einheit der Frequenz. 1 Hz = eine komplette Schwingung pro Sekunde.

Hörfrequenzbereich
Frequenzbereich, den das menschliche Gehör gut wahrnimmt. Das Hörvermögen des menschlichen Ohres reicht normalerweise von ca. 16 Hz bis 16 kHz.

Hörschwelle
Die Hörschwelle ist derjenige Schalldruck, der vom menschlichen Gehör gerade noch wahrgenommen werden kann. Die Hörschwellen liegen unterschiedlich hoch für reine Töne, Rauschen verschiedener Bandbreiten und Tonpulse. Besonders niedrig liegt die Hörschwelle für Frequenzen zwischen 1 und 5 Kilohertz.

Impedanz
Die Impedanz Z ist der komplexe Schwingungswiderstand: Quotient aus (Erreger-)Kraft und (System-)Geschwindigkeit bzw. davon abgeleiteten Größen.

Impedanzrohr
Ein Impedanzrohr dient zur Messung des Absorptionsgrades eines Materials bei senkrechtem Schalleinfall.

Impulslärm
Impulse sind Schallereignisse von kurzer Dauer und mit sehr schnellem Anstieg der Intensität. Impulshaltige Geräusche werden als störender empfunden als gleichmäßige, daher müssen die Messwerte durch einen „Impulszuschlag“ bewertet werden, um zu einer gehörrichtigen Charakterisierung des betreffenden Geräusches zu gelangen.

Infraschall
Schall mit einer Frequenz von weniger als 30 Hz. Töne mit derart niedrigen Frequenzen werden eigentlich nicht mehr „gehört“, das menschliche Ohr kann die Tonhöhe und die Lautstärke nicht mehr empfinden. Stattdessen werden solche Schallereignisse als Vibrationen wahrgenommen, die auch Ohrdruck, Unsicherheits- oder Angstgefühle auslösen können.

Interferenzdämpfer
Bei der Überlagerung von Schallwellen mit gleicher Frequenz aber unterschiedlichem augenblicklichem Schwingungszustand (Phase) ergeben sich vor Wänden stehende Wellen. Ein Interferenzdämpfer ist ein Reflexionsdämpfer, der durch die Auswahl entsprechender Interferenzfrequenzen eine deutliche Minderung des Schallpegels erreicht.

Isolation
Eindämmung von Luft- oder Körperschall oder Schwingungen.

Klang
Hörschall bestehend aus einer Grundfrequenz und Oberwellen verschiedener Schallintensität.

Körperschall
Schwingungen können sich in einem festen Medium oder an dessen Oberfläche ausbreiten. Liegt die Frequenz über 15 Hz, spricht man von Körperschall, bei tieferen Frequenzen von Schwingungen oder Erschütterungen. Eine in der Lärmbekämpfung wichtige Form des Körperschalls ist der Trittschall, der durch Gehen etc. auf Decken entsteht.

Körperschalldämmung
Durch Körperschalldämmung wird die Ausbreitung von Körperschall verhindert, indem der Schall an einer elastischen Schicht (teilweise) reflektiert wird. Generell gilt, je weicher die Schicht und je geringer ihre Impedanz (Schwingungswiderstand), desto besser die Dämmung.

Körperschalldämpfung
Körperschall wird gedämpft durch Absorption, d. i. interne Umwandlung aufgrund von thermischen, magnetischen oder atomaren Umordnungen der Moleküle in der Materie, oder durch externe Dämpfung durch die Reibungsverluste in der Lagerung / Befestigung der jeweiligen Konstruktion. Körperschalldämpfung kann durch spezielle Konstruktionen wie Sandwichbleche oder Entdröhnungsbeläge verstärkt werden.

Konstruktion, lärmarme
Verschiedene Gesetze und Verordnungen schreiben die lärmarme Konstruktion von Maschinen und Anlagen vor, damit von Beginn an die Entstehung von Schall verhindert wird (primärer Schallschutz).

Lärm
Psychologisch basierter Begriff: Arten von Schall, die von Menschen als störend oder lästig empfunden werden und gegebenenfalls sogar gesundheitsschädlich wirken. Das Bundesimmissionsschutzgesetz legt Grenzwerte fest, insbesondere für erhebliche Belästigungen und gesundheitsgefährdenden Lärm.

Lärmbekämpfung
Lärm ist als eine Art Umweltverschmutzung zu betrachten. Zahlreiche Gesetze und Verordnungen schreiben Maßnahmen zur Lärmbekämpfung vor. In Deutschland arbeitet insbesondere der Deutsche Arbeitsring für Lärmbekämpfung e.V. für die Verhinderung von Lärmbelästigungen.

Lärmschädigung
Wenn das Gehör über längere Zeit größeren Schallintensitäten ausgesetzt ist, kann es zu Lärmschädigungen kommen. Neben vegetativen Störungen, Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen können auch akute und permanente Hörbeeinträchtigungen (Lärmschwerhörigkeit, Lärmvertäubung) auftreten.

Lärmschutzwände
An Autobahnen und Eisenbahnlinien werden 3-5 m hohe Wände errichtet, um den Verkehrslärm abzuschirmen (Lärmminderungswirkung bis zu 10 dB(A)).

Lautstärke
Lautstärke ist die physikalische Seite der Schallstärke

Linienquelle
Eine Schallquelle mit einer größeren Ausdehnung in einer Dimension. Typisches Beispiel ist der Verkehrslärm einer viel befahrenen Straße (die Linienschallquelle setzt sich hier aus vielen Einzelschallquellen zusammen). Die Form der Schallquelle spielt bei der Berechnung von Ausbreitung und Abnahme der ausgestrahlten Schallenergie eine Rolle.

Lochfläche
Die Lochfläche in den Abdeckplatten von Absorbern muss ausreichend groß sein, um den Absorptionsgrad bei hohen Frequenzen aufrecht zu erhalten. Je dicker die Platte, desto größer muss die Lochfläche sein.

Luftabsorption
Bei der Ausbreitung von Schallwellen in der Luft wird durch die Anregung von Teilchenschwingung (in Abhängigkeit von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit) ein Teil der Schallenergie absorbiert.

Luftschall
Luftschall ist der Schall, der sich als Schallwellen in der Luft ausbreitet, im Gegensatz zu Flüssigkeits- oder Körperschall.

Luftschalldämmung
Durch Schalldämmung / Schallisolation mittels Trennwänden, dämmenden Auskleidungen etc. wird verhindert, dass der Luftschall von einem Raum in den anderen übertritt. Gute Dämmflächen sind schwere, möglichst biegeweiche Trennwände oder doppelschalige Konstruktionen. Die Wirkung wird als Schalldämmmaß R gemessen.

Luftschalldämpfung
Luftschalldämpfung erfolgt durch Absorption / Schallschluckung von Schallenergie in Absorbermaterialien, insbesondere in solchen mit großer, poröser Oberfläche, in die der Schall eindringen kann. Dadurch geraten die Luftmoleküle in den Poren in Schwingung, durch Reibungsverluste an den Porenwänden wird Schallenergie in Wärme umgewandelt.

Im Gegensatz dazu ist soni QUASH ein Schaum mit großen geschlossenen Zellen, der die Schallenergie hauptsächlich durch einen Membranmechanismus absorbiert. Die auftreffende Schallwelle bringt die Zellwände der Oberflächenzellen zum Schwingen, diese Schwingung überträgt sich fortschreitend auf die inneren Zellwände. Die akustische Energie wird dadurch in Wärme umgewandelt, dass die Luftmoleküle der Hohlräume sowie das belastete feste Skelett in Bewegung versetzt werden. Die Schallabsorptionswirkung von soni QUASH beruht zwar in erster Linie auf der Membranschwingung, außerdem wurde jedoch die Oberfläche noch perforiert, so dass die entstehenden offenen Poren einen zusätzlichen Beitrag zur Schallschluckwirkung leisten. Siehe auch „geschlossenzellig“.

Maskierung
Ein in etwa zeitgleich auftretender Maskierschall kann einen Zielschall (Zielstimulus) überdecken.

Massegesetz (auch Bergisches Gesetz)
Das Massegesetz beschreibt, wie hoch die zu erwartende Schalldämmleistung einer einzelnen Schicht eines nicht-porösen Materials ist: Die Luftschalldämmung von einschaligen Wänden nimmt um 6 dB je Masseverdoppelung und um 6 dB je Frequenzverdoppelung zu.

Während offenporige Materialien in der Regel niedrige Dämmwerte aufweisen, liegt die Dämmleistung von soni QUASH viel näher bei dem durch Massegesetzgleichung für eine Oberflächendichte von 1,9 kg/m² berechneten Wert. Das bedeutet, dass die Leistung von soni QUASH nur 4 dB unter der von Sperrholz mit ähnlicher Oberflächendichte liegt.

Mineralfaser
Je nach Grundstoff werden künstliche Mineralfasern als Steinwolle, Glaswolle oder Schlackenfaser bezeichnet. Sie dienen im Wesentlichen zur thermischen Isolierung, werden aber auch zur Absorption von Luftschall oder zur Trittschalldämmung eingesetzt. Wegen der Faserabgabe stehen die Mineralfasern im Verdacht, bei der Verarbeitung und während des Einbaus potenziell gesundheitsgefährdend zu sein.

Nachhall, Nachhallzeit ---> Hall

Nebenweg
Schall wird zwischen Räumen nicht nur direkt durch die Wände übertragen, sondern auch auf Nebenwegen wie Rohrleitungen, Undichtigkeiten, Hohlräume in Böden oder Decken, was die Schalldämmung deutlich verringern kann.

Noise Reduction Coefficient (NRC)
Mittelwert des Absorptionsgrades im Frequenzbereich von 250 – 2000 Hertz.

Oberwelle
Ein Ton, dessen Frequenz ein ganzzahliges Vielfaches der Frequenz des Grundtons ist. Grundfrequenz und Oberwellen bilden zusammen einen Klang.

Offenzellig
Konventionell ging man in der Lärmbekämpfung davon aus, dass sich nur offenzellige, faserige oder poröse Materialien zur Schallschluckung / Absorption eignen. soni QUASH zeigt, dass auch geschlossenzellige Stoffe gute Absorptionseigenschaften haben können, kombiniert mit den vielen Vorteilen einer glatten, abwaschbaren Oberfläche und ohne Staub- oder Faserabgabe.

Ohrgeräusch / Tinnitus
Bei Personen mit Tinnitus-Beschwerden sind durch Lärm oder andere Einflüsse z.B. psychischer Art geschädigte Hörsinnzellen auch ohne äußeres Schallereignis dauererregt. Der Patient nimmt ein Dauergeräusch wahr, typischerweise als Rauschen, Brummen, Pfeifen oder Rattern. Solche Geräuschwahrnehmungen können teilweise durch Maskiergeräusche überdeckt werden.

Pegel
Ein Pegel wird (meist) in Dezibel angegeben. „Pegel“ wird auch oft als Kurzform von „Schallpegel“ verwendet. Grundsätzlich werden solche physikalischen Größen als Pegel bezeichnet, die nicht unmittelbar in physikalischen Einheiten, sondern als logarithmisches Verhältnis eines Wertes zu einer gleichartigen Bezugsgröße angegeben werden. Logarithmierte Größen werden z. T. als „Maß“ bezeichnet, insbesondere solche, die eine Bewertung erfahren haben.

Personalkabine
Passive Schallschutzeinrichtung, in der Bedienungspersonal vor Lärmeinwirkung durch Maschinengeräusche etc. geschützt wird, z.B. eine Holz- oder Stahlkonstruktion, die mit einem Schallschluckmaterial ausgekleidet ist.

Phase
Die Phase einer Schwingung ist der augenblickliche Bewegungszustand aller schwingenden Teilchen.

Phon
Der Lautstärkenpegel, in den Frequenz und Schalldruckpegel als Parameter eingehen, wird durch die Phon-Zahl charakterisiert. Einem Geräusch werden x Phon zugeschrieben, wenn es von normalhörenden Personen als gleich laut wie ein Sinuston von 1.000 Hz mit dem Schalldruckpegel x wahrgenommen wird.

Phonotrauma
Das Phonotrauma ist eine Form der Schwerhörigkeit, die im Unterschied zur Altersschwerhörigkeit durch Lärm verursacht wurde.

Porosität
Akustisch wirksame Porosität ist das Verhältnis des vom Schall durchdringbaren Luftvolumens (Porenvolumens) zum Gesamtvolumen eines porösen Materials. Geschlossene Zellen werden nicht berücksichtig.

Punktquelle
Schallquelle, bei der die Schallwellen nur von einer punktförmigen (punktförmig gedachten) Stelle ausgehen. Gegensatz zu Linienschallquelle (z.B. verkehrsreiche Straße).

Raumschall
In einem Raum werden Schallquellen reflektiert, dadurch wird ein diffuser Schall erzeugt, der sich aus Schallwellen zusammensetzt, die sich in alle Richtungen ausbreiten. (vgl. Direktschall)

Raumschalldämpfung
Durch die Anbringung von Schallabsorbern an den Innenflächen eines Raumes wird die Schallreflexion verringert, die Nachhallzeit verkürzt und die Hörsamkeit des Raumes verbessert.

Rauschen
Ein Schallereignis, das Anteile verschiedener und nicht in Beziehung zueinander stehender Frequenzen eines Bereiches enthält. Die Schallintensität der einzelnen Frequenzen ist dabei nicht konstant. Weißes Rauschen enthält alle Frequenzen des Hörbereichs mit jeweils gleicher Schallenergiedichte.

Reflexion
Trifft Schall auf eine Grenzschicht, hinter der andere Ausbreitungsbedingungen bestehen als davor, so werden Schallwellen (teilweise) reflektiert. Dieses Phänomen liegt der Schalldämmung zugrunde, kann aber auch zur Optimierung der Akustik von großen Räumen genutzt werden.

Reflexionsgrad
Verhältnis der Schallintensitäten von reflektierter zu einfallender Schallwelle.

Resonanz
Wenn die Frequenz einer Erregerschwingung mit der Eigenfrequenz eines Schwingungssystems übereinstimmt, gerät das System beim Auftreffen der Erregerschwingung in resonante Schwingung.

Schall
Mechanische Schwingungen oder Wellen in einem elastischen Medium werden Schall genannt, wenn sie im vom Menschen hörbaren Frequenzbereich liegen. Tiefere Frequenzen bilden den Infraschall, höhere den Ultraschall. Es gibt Luftschall, Körperschall und Flüssigkeitsschall. Schallereignisse mit einer Dauer über 0,2 Sekunden werden als Dauerschall bezeichnet, kürzere Schallereignisse nennt man Impulse.

Schallabsorptionskoeffizient ---> Absorptionskoeffizient

Schallbrücke
Schallbrücken entstehen durch Lücken oder Spalte in Decken oder Wänden bei der Luftschalldämmung, oder durch starre Verbindungen der Schalen in zweischaligen Konstruktionen bei der Körperschalldämmung. Sie können die Dämmwirkung erheblich beeinträchtigen.

Schalldämmmaß
Das Schalldämmmaß R ist eine logarithmische Größe, die die Luftschalldämmleistung von Bauteilen beschreibt. Das Schalldämmmaß wird in Dezibel angegeben.

Schalldämmung
Schalldämmung, meist Luftschalldämmung, ist die Abschirmung eines Raumes gegen die Übertragung von Schallereignissen in einen anderen Raum. Nicht zu verwechseln mit Luftschalldämpfung.

Schalldruck
Bei Schallereignissen wird der Atmosphärendruck der Luft durch den wechselnden Verdichtungsdruck der Schallwellen überlagert. Der Schalldruck wird als Effektivwert (siehe dort) gemessen. Angaben erfolgen aber meist nicht direkt in Pascal oder N/m², sondern in Dezibel als Schalldruckpegel.

Schalldruckpegel
Der Schalldruckpegel beschreibt den Schalldruck eines Schallereignisses als das logarithmierte Verhältnis des Effektivwerts zum Bezugsschalldruck: L = 20 log (px/po).

Schallgeschwindigkeit
Je nach den Eigenschaften des Ausbreitungsmediums breitet sich Schall mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten aus. In der Luft bei Normaltemperatur beträgt die Schallgeschwindigkeit ca. 340 m/s.

Schallintensität
Die Schallintensität I ist die Schallenergie, die je Sekunde durch eine Flächeneinheit senkrecht zur Ausbreitungsrichtung der Schallwellen hindurchtritt. Die Einheit ist W/m²
Meist wird der Wert als Schallintensitätspegel in Dezibel angegeben. LI = 10 x lg l/lo mit der Bezugsintensität Io.

Schallleistung
Die akustische Leistung, die eine Schallquelle insgesamt als Luftschall abgibt, wird Schallleistung W genannt. Meist als Schallleistungspegel Lw angegeben.

Schallleistungspegel
Zehnfacher Logarithmus der gesamten von einem Schallstrahler abgegebenen Schallleistung bezogen auf eine Bezugsschallleistung Wo.

Schallpegel
Schallpegel geben das logarithmierte Verhältnis einer Feldgröße (Effektivwert) oder einer Energiegröße (zeitl. Mittelwert) zu einer gleichartigen Bezugsgröße an. Schallpegel werden in Dezibel ausgedrückt.

Schallschutz
Primärer Schallschutz verhindert die Entstehung von Schall, sekundärer Schallschutz verhindert die Ausbreitung von Schall durch Absorption / Dämpfung oder Isolation / Dämmung.

Schallspektrum
Das Schallspektrum eines Schallereignisses gibt an, welche Frequenzanteile ein Schall enthält.

Schalltoter Raum
Ein Raum, dessen Begrenzungsflächen mit Schallschluckmaterialien ausgekleidet sind, um die Reflexion von Schall (fast) vollständig zu unterbinden.

Schallwellen
Durch die von der Schallquelle ausgehende Energie werden die Moleküle des Mediums zu periodischer Bewegung um ihren Ruhepunkt angeregt. Die Energie dieser Schwingungen breitet sich als Schallwellen mit Schallgeschwindigkeit aus.

Schaumstoffe
Schaumstoffe entstehen durch das Aufschäumen von Kunststoffen mittels Treibmittel zu zelligen Schäumen. Offenzellige Schaumstoffe, z.B. Polyurethan, sind zur Luftschalldämpfung gut geeignet.

Schmerzgrenze
Schall mit einem Intensitätspegel von ca. 120 dB erreicht, weitgehend unabhängig von der Schallfrequenz, die Schmerzgrenze des menschlichen Gehörs.

Schwingung
Eine Schwingung ist die Bewegung eines Teilchens (Atom, Molekül) um seine Ruhelage.

Sinuston
Ein Sinuston ist ein ganz reiner Ton, der nur aus einer einzigen Frequenz besteht.

Spuranpassung ---> Koinzidenz

Strömungswiderstand
Der Strömungswiderstand W eines Schallabsorbers bestimmt sich aus dem Quotienten der Druckdifferenz beiderseits der Dämpfschicht und der Strömungsgeschwindigkeit vor bzw. hinter der Schicht, wenn durch diese ein konstanter gleichmäßiger Luftstrom fließt.

TA Lärm
Die „Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm“ ist eine Verwaltungsvorschrift der Bundesregierung über genehmigungsbedürftige Anlagen. Sie enthält Immissionsrichtwerte und Grundregeln zum Schallschutz.

Tonhaltigkeit
Geräusche bestehen aus Tönen unterschiedlicher Frequenzen. Treten einzelne dieser Töne besonders hervor, kann das die Lästigkeit des Geräusches erhöhen, und wird durch einen entsprechenden Zuschlag in der Geräuschbewertung einbezogen.

Transmissionsgrad
Das Verhältnis der Schallintensität einer Schallwelle vor und nach dem Durchtritt durch eine Begrenzung (Decke / Wand).

Trittschall
In Böden / Decken wird durch Begehen o.ä. Körperschall angeregt, der teilweise als Luftschall abgestrahlt wird. Durch Trittschalldämmung kann diese Abstrahlung vermindert werden.

Ultraschall
Schall mit Frequenzen von ca. 10 kHz – 1 GHz wird Ultraschall genannt. Der Hörschallbereich erstreckt sich bis etwa 20 kHz.

Verbundsysteme
Zur Körperschalldämpfung z.B. von Blechen werden u.a. zwei- oder dreischichtige Beläge verwendet, die mit den zu bedämpfenden Blechen direkt verklebt werden: metallische Deckschicht, viskoseelastische Zwischenschicht, eventuell eine zusätzliche steife Zwischenschicht.

Verlustfaktor
Die Absorption von Körperschall und Schwingungen in Materialien wird durch den Verlustfaktor d gekennzeichnet. Er gibt das Verhältnis von der in Wärme umgewandelten (Verlust-)Energie zur wiedergewinnbaren Schwingungsenergie an.

Wellenlänge
Die Wellenlänge λ gibt an, wie groß der räumliche Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Stellen gleichen Schwingungszustandes (Phase) einer Welle ist. Dabei gilt λ = c / f mit c = Schallgeschwindigkeit und f = Frequenz.


Literaturangaben:

Schmidt, Helmut: Schalltechnisches Taschenbuch. Schwingungskompendium 5. Auflage, VDI-Verlag GmbH, Düsseldorf 1996

Weißing, Heinz, Dr.-Ing.: Fachwörterbuch Akustik, Englisch-Deutsch, Deutsch-Englisch 1. Auflage, Verlag Alexandre Hatier, Berlin-Paris, 1992
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